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Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir

Zusatzinformation

Artikelnummer S49270297bvb
ISBN Nein
EAN 9783492702973
Autor Diana B
Erscheinungsdatum 25.11.2013
Auflage Nein
Laufzeit Nein
Zustand Maengelexemplar
Verlag Nein
Neu
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Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir

Artikelnummer: S49270297bvb
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Details

Kapitel 1: Violet Der Trafalgar Square ist vielleicht kein besonders guter Ort für ein Mädchen. Jedenfalls nicht gegen ein Uhr morgens. Ganz allein. Die dunkle Silhouette der Nelsonsäule ragte über mir empor. Ich fröstelte in der kühlen Londoner Juliluft, die zwischen den Häusern hindurchstrich, und zog den Mantel enger um mich. Jetzt bedauerte ich, mich für dieses knappe schwarze Kleidchen entschieden zu haben. Was tut man nicht alles in der Hoffnung auf einen gelungenen Abend. Ich zuckte zusammen, als eine Taube neben mir landete. Dann lie� ich den Blick wieder über die leeren Stra�en schweifen. Doch von meiner Freundin fehlte weiterhin jede Spur. Von wegen 'nur schnell einen kleinen Mitternachtsimbiss besorgen'. Zur Sushibar brauchte man zu Fu� von hier aus höchstens zwei Minuten, aber inzwischen waren gut zwanzig Minuten vergangen. Ich verdrehte die Augen. Vermutlich hatte es inzwischen irgendein Typ geschafft, ihr an die Wäsche zu gehen. Schön für sie. Warum auch nur einen einzigen Gedanken an die arme kleine Violet Lee verschwenden? Ich steuerte eine Bank im Schutz des spärlichen Blätterdachs einiger Bäume an. Seufzend rieb ich mir über die Oberschenkel, um die Durchblutung anzuregen, und bereute es bitterlich, dass ich nicht mitgegangen war. Nach einem letzten Blick auf den menschenleeren Platz zog ich mein Handy aus der Tasche und wählte. Es klingelte ein paarmal, dann meldete sich die Mailbox. 'Hi, hier ist Ruby. Ich kann gerade leider nicht drangehen, also hinterlasst mir einfach eine Nachricht nach dem Piepton. Haut rein!' Frustriert stie� ich die Luft aus, als das Piepsen erklang. 'Ruby, wo zum Teufel steckst du? Wenn du dich mit irgendeinem Kerl rumtreibst, bringe ich dich um! Es ist eiskalt hier drau�en! Ruf mich sofort an, wenn du das hörst.' Ich legte auf und steckte das Handy zurück in die Innentasche meines Mantels, wohlwissend, dass sie diese Nachricht wahrscheinlich erst in ein paar Tagen abhören würde. Ich rieb mir die Hände und zog die Knie an die Brust, in dem Versuch, warm zu bleiben. Vielleicht sollte ich einfach ein Taxi nach Hause nehmen. Aber wenn Ruby dann doch noch auftauchen sollte, würde ich echt in Schwierigkeiten stecken. Resigniert stellte ich mich auf eine längere Wartezeit ein und legte das Kinn auf die Knie. Es war still, und ich betrachtete den orangeroten Schleier, der über der Stadt hing. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes bogen ein paar übriggebliebene Betrunkene schwankend in eine Seitenstra�e ein, ihr lautes Lachen verklang in der Dunkelheit. Ein roter Doppeldeckerbus, auf dem die Worte 'Besuchen Sie die National Gallery' prangten, tauchte kurz darauf hinter eben jener Touristenattraktion auf, die er bewarb. Er umrundete den Platz und tauchte dann in das Labyrinth der viktorianischen Gebäude der Innenstadt ein. Mit dem Bus schien auch das dumpfe Dröhnen des weit entfernten Londoner Verkehrs zu verschwinden. Ich fragte mich, welcher der beiden Jungs, die wir heute Abend kennengelernt hatten, wohl Erfolg bei Ruby gehabt hatte. Ich fühlte einen Stich des Bedauerns und wünschte, ich könnte ebenso sorglos und, na ja, locker sein wie sie. Aber ich konnte es nicht. Nicht nach Joel. Weitere Minuten verstrichen und allmählich wurde mir die Sache unbehaglich. Schon seit Längerem war kein Betrunkener mehr vorbeigetorkelt und die Nachtluft legte sich wie eine kalte Decke um meine nackten Beine. Ich sah mich nach einem Taxi um, aber die Stra�en waren leer und der Platz verlassen. Das einzig Lebendige waren die tanzenden Lichter auf der Wasseroberfläche der Brunnen, die zu beiden Seiten der Nelsonsäule standen. Wieder zog ich mein Handy hervor. Vielleicht sollte ich einfach meinen Vater anrufen und ihn bitten, mich abzuholen. Da flackerte etwas am Rande meines Gesichtsfelds auf. Ich sprang hoch und hätte fast das Handy fallen lassen. Mit rasendem Puls suchte ich den Platz nach irgendeiner Bewegung ab. Nichts. Ich schüttelte den Kopf und allmählich ebbte die Panik wieder ab.

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